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20.02.2023

Trigger —>> Freund oder Feind?

Ist (d-) ein Trigger “Freund oder Feind?”

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Er ist weder das eine noch das andere.

Doch damit kann bzw. will vermutlich niemand etwas anfangen und es könnte mit einer so simplen Aussage der Eindruck von Banalität entstehen, was jedoch völlig konträr zu den Auswirkungen ist. Denn ein Trigger verursacht, wenn er seiner Natur entsprechend plötzlich und unerwartet vor unsere Füße springt, das blanke Chaos in unserem Kopf und lässt uns auf emotionaler Ebene völlig entgleisen. Und auf Grund dieser gefürchteten Abläufe hat der Trigger sein “negatives” Image auf die Stirn gebrannt bekommen, was am Ende zur unausgesprochenen Regel führt: “Situationen, die Trigger auslösen (können), sind auf alle Fälle zu meiden!” Und genau diese “Denke”, die wir unserem Verstand aus Angst aufzwingen, führt zu einem permanenten Vermeidungsverhalten. Unser Verstand scannt stets & unbewusst nach “Erscheinungen”, die auf Grund der gemachten Lebenserfahrungen gefährlich sein könnten, um ja nicht getriggert, sprich erinnert zu werden. Für unser wichtigstes und energieintensivstes Organ, das Gehirn, ist dies eine mega Belastung. Wer schon einmal seinen Computer nutzte, während im Hintergrund ein Virenscann stattfand, weiß, wie sehr die Leistungsfähigkeit darunter gelitten hat.
Bei uns leidet allerdings nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern vor allem das Wohlbefinden, was sich auf physischer wie auch auf psychischer Ebene durch unseren gesundheitlichen Zustand Ausdruck verschafft.
Aber was können wir tun? Wir sollten dem Trigger dankbar sein! Er will uns keine Angst machen! Im Gegenteil. Er gibt sich unbeugsam große Mühe, uns immer und immer wieder daran zu erinnern, dass in unserem Leben etwas sehr Wichtiges ungeklärt ist, dass es Ereignisse in unserer Vergangenheit gab, die großen Schmerz verursachten und uns möglicherweise sogar traumatisierten. Doch weil wir Profis im Verdrängen sind, also unsere schlimmen Erlebnisse so tief in uns verstecken, dass oftmals sogar Erinnerungen daran verblassen, bedient sich unser immer noch verletztes Herz des Triggers, um mit seiner Hilfe auf sich aufmerksam zu machen und damit förmlich um Heilung zu betteln.
Der Trigger ist ein wichtiges Element zum Erreichen von Wohlbefinden. Er ist ein Signalgeber. Er informiert und warnt zugleich. Ihn dauerhaft zu ignorieren, kommt dem Selbstverletzen gleich. Jedoch bedarf es auch Mut und Entschlossenheit, sich seiner Vergangenheit zu stellen.
Wenn du dafür Unterstützung oder Beistand brauchst, wende dich an eine psychologische Fachkraft (Psychotherapeut, Psychologe, Psychiater) oder hole dir Mitgefühl & Rat in einem geschützten Umfeld, wie in einer Selbsthilfegruppe.

writer 1 - 19:31:15 @ Allgemein

 

 

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